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Schnürpflingen - 89194 - Baden Württemberg

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Informationen über Schnürpflingen

Schnürpflingen ist eine Gemeinde im baden-württembergischen Alb-Donau-Kreis.

Schnürpflingen liegt im Waldgebiet der Holzstöcke am Fluss Weihung, etwa 15 Kilometer südlich von Ulm und 10 km östlich von Laupheim.

Neben dem Hauptort gehören auch Ammerstetten und Beuren zur Gemeinde.

Teile der Gemeindefläche, insbesondere entlang von Weihung, Steinenbach und Reichenbach, wurden als Landschaftsschutzgebiet Schnürpflingen ausgewiesen.

Schnürpflingen musste vielen Herren dienen und hat demzufolge eine sehr bewegte und wechselvolle Geschichte. Über die Gründungszeit und die frühe Siedlungsgeschichte der Ortschaft ist allerdings nichts Genaues bekannt. Jedoch lässt sich aus dem Namen und der Lage des Ortes schließen, dass er zu den ältesten im Alb-Donau-Kreis gehört, denn die Ortsnamen mit der Endung -ingen stammen in der Regel spätestens aus der Karolingerzeit, wenn nicht aus der Völkerwanderungs- oder der Merowingerzeit, wurden also lange vor dem Jahr 1000 gegründet.

Im Ortsteil Ammerstetten finden sich Spuren aus der Römerzeit. Hier führte eine Römerstraße auf den Rommelsberg, etwa eine Viertelstunde östlich von Bihlafingen.

Früh urkundlich erwähnt sind die Ortsteile Ammerstetten (1193) und Beuren (1275).

Der Hauptort Schnürpflingen, der möglicherweise auf den Personennamen snurtilo oder snurf zurückzuführen ist, wird erstmals im Jahre 1260 geschichtlich gesichert erwähnt.

Der damalige Herr von Schnürpflingen, Otto Besserer, Sohn des Ulmer Stadtrechners Heinrich Besserer, soll der Stifter der Kirche von Schnürpflingen gewesen sein. Besserer war einer jener Edelleute, die innerhalb einer Grafschaft einen Herrensitz mit dem dazugehörigen Dorf als freies Lehen hatten. Solche Ritter standen in einem gewissen Abhängigkeitsverhältnis zu ihren Grafen. Das Schloss der Besserer stand auf dem Platz des früheren Bräuhauses. So unterstand also Schnürpflingen der Grafschaft Kirchberg und war in der Folgezeit mit deren Schicksal eng verbunden. Auch Schnürpflingen ging mit den Grafen von Kirchberg den Weg der Herzöge von Bayern und damit der zeitweiligen Eingliederung in den vorderösterreichischen Landesverband bis zum Erwerb der Grafschaft durch das Augsburger Handelsgeschlecht der Fugger (1507).

Aus den nun folgenden Jahren sind einige Urkunden erhalten, die das Verhältnis zwischen den Herren von Schnürpflingen und den Fuggern regelten. Die bekannteste Urkunde stammt aus dem Jahre 1572 von Christoph Fugger und Eitel Hans Besserer. Darin wird die Frage der niederen Gerichtsbarkeit, des Waidwerks und anderes mehr geregelt.

Der Ort Beuren gehörte als freies Reichslehen ebenfalls zu Schnürpflingen. In der folgenden Zeit erhoben sich Spannungen zwischen den Fuggern und Besserern, da letztere die Reformation in Schnürpflingen einführten.

1617 kamen durch Einheirat die von Berlichingen als Besitzer von Schnürpflingen in den Ort. 1669 verloren die Besserer die Herrschaft über Schnürpflingen. Ihnen verblieb nur noch das Reichslehen Beuren. 1694 verkaufte Johann Philipp Besserer dieses Reichslehen an den Abt von Wiblingen. Mit dem Verkauf Beurens hatten die Besserer ihren letzten Besitz verloren. Über ihr weiteres Schicksal ist nichts bekannt.

In diese Epoche fällt auch die Gegenreformation. Der Flecken Schnürpflingen blieb bis 1656 lutherisch. Graf Albert Fugger von Kirchberg stellte dann das alte Bekenntnis in Schnürpflingen wieder her. Die Einwohner wurden vor die Wahl gestellt, entweder den katholischen Glauben wieder anzunehmen oder aber Haus und Hof zu verkaufen und auszuwandern. So sollen laut Überlieferung alle Bewohner in die Nachbarorte umgesiedelt sein. Da nun das Dorf ohne Einwohner war, zogen Leute aus verschiedenen