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Schluchsee - Keine Daten - Baden Württemberg

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Informationen über Schluchsee

Der Schluchsee ist ein Stausee in der Gemeinde Schluchsee bei St. Blasien im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg. Er liegt südöstlich des Titisees und ist, abgesehen vom Bodensee, der größte See in Baden-Württemberg.

Der See dient seit den 1960er Jahren auch als Zufluss des Pumpspeicherkraftwerks des Schluchseewerks. Neben einem natürlichen Zufluss wird der See über verschiedene Kraftwerksstufen mit Wasser aus dem Rhein befüllt.

In den alemannischen Dialekten der Region lautet der Name des See Schluechs [ʃluˑəχs] oder Schlues [ʃluˑəs]. Auch die historischen Belege zeigen einen Diphthong: 983 lacus Sluochse, 1095 Schluochsee, 1125 predium Sluocse, 1312 der sê ze Sluoze. Der Name kann somit nicht wie vielfach behauptet von mhd. slûch ‘Schlauch’ (alemannisch Schluuch) kommen, da in diesem Fall in der heutigen Mundart und den historischen Quellen kein Diphthong vorhanden wäre. Albert Krieger leitet den Namen von mittelhochdeutsch sluocht ‘Schlucht’ her. Sicher ist aber auch diese Deutung nicht.

Der Schluchsee war ursprünglich ein Gletschersee des Feldberg-Gletschers, dessen Spiegel rund 30 Meter unter dem des heutigen Sees lag, der erst durch Anstauung der Schwarza entstand. Dieser ist heute in Richtung Nordwest – Südost 7,3 Kilometer lang und 1,4 Kilometer breit, die tiefste Stelle auf dem Grund liegt 61 Meter unter der Seeoberfläche.

Der Schluchsee ist Teil der Werksgruppe Schluchsee des Schluchseewerks, einer Abfolge von Stauseen unterschiedlicher Höhe, die durch Pumpwerke verbunden sind. Die Werkgruppe zieht sich von Häusern bis nach Waldshut. Der Schluchsee ist darin das Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks Häusern. Dieses Kraftwerk speist im Mittel eine Leistung von 100 Megawatt ins Stromnetz ein. Außer durch die natürlich zulaufende Schwarza, bzw. dem Ahabach und über den Windgfällweiher die Oberläufe der Wutach, der Seegraben und die Haslach wird auch Wasser aus dem Rhein bei Waldshut durch Pumpwerke in das Becken geleitet.

Der Schluchsee hat ein Stauziel von 930 m ü. NN und ist damit der höchstgelegene Talsperrensee Deutschlands. Noch höher ist mit 1048 m ü. NN das Stauziel des Hornbergbeckens, das Oberbecken des Pumpspeicherwerks Wehr ist, jedoch hat dieses keine Talsperre.

Bekannte Ortschaften um den Schluchsee liegen an seiner Nordostseite, darunter der Hauptort der Gemeinde Schluchsee etwas unterhalb der Seemitte sowie deren Ortsteile Aha im oberen, nordwestlichen Seebereich und Seebrugg an der Staumauer. Die Dreiseenbahn, das verlängerte Ende der Höllentalbahn, fährt vom Bahnhof Titisee aus am nördlichen Seeufer entlang bis zum Endbahnhof Seebrugg.

Die 63,5 Meter hohe Staumauer wurde zwischen 1929 und 1932 durch Notstandsarbeiter errichtet. Zum Bau dieser Gewichtsstaumauer aus Beton mit hohem spezifischen Gewicht musste der Natursee zunächst um 13 Meter abgesenkt werden. Dazu sprengte man im Jahre 1930 einen Stollen in den Fels. Dabei fand man auch einen Einbaum, durch dessen Untersuchung man mittlerweile nachweisen konnte, dass der Schluchsee bereits um das Jahr 650 befahren wurde. Der Fund wurde zuerst im Freiburger Augustinermuseum und im Adelhausermuseum (Völkerkundemuseum) gelagert und kann mittlerweile im Archäologischen Landesmuseum in Konstanz-Petershausen besichtigt werden.

Am südwestlichen Talhang oberhalb der Bootsanlegestelle baute man während der Bauarbeiten im Steinbruchbetrieb Granit für das Einlaufbauwerk ab.

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass der Schluchsee im Zweiten Weltkrieg mit Torf abgedeckt wurde,