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Nordrach - 77787 - Baden Württemberg

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Informationen über Nordrach

Nordrach ist eine Gemeinde im Schwarzwald in Baden-Württemberg und gehört zum Ortenaukreis.

Die Gemeinde Nordrach zieht sich über nahezu sechs Kilometer Länge im engen Tal des gleichnamigen Flüsschens entlang. In diesem Tal verläuft auch die Straße von Zell am Harmersbach (6 km) nach Bad Peterstal-Griesbach (12 km); allerdings ist die Strecke durch das Harmersbachtal über den Löcherberg kürzer. Die Entfernung zur Kreisstadt Offenburg beträgt 28 km. Das Gemeindegebiet liegt auf Höhen von 255 m ü. NHN bis 878 m ü. NHN.

Die Gemeinde grenzt im Norden an die Städte Oberkirch und Oppenau, im Osten an Oberharmersbach, im Süden an die Stadt Zell am Harmersbach und im Westen an die Stadt Gengenbach.

Der Siedlungsschwerpunkt liegt im Dorf Nordrach, sechs Kilometer von Zell am Harmersbach entfernt. Ein kleinerer Ortsteil liegt sechs Kilometer weiter, die Kolonie, früher auch Nordrach-Fabrik genannt. Weitere Ortsteile und Gewanne sind Allmend, Bärhag, Bäumlisberg, Buchbühl, Denninger, Ernsbach, Flacken, Grafenberg, Hasenberg, Helgenbühl, Heugraben, Hirzenberg, Hutmacherdobel, Kohlberg, Kühlmorgen, Kuttelrain, Lichtersgrund, Lindach, Merkenbach, Michelbach, Moosmatt, Moosbach, Mühlstein, Rautsch, Reutegut, Ruhlsbach, Schönwald, Schottenhöfen, Schrofen (Hinter und Vorder), Sodlach, Stollenberg, Stollengrund, Untertal und Vor Ernsbach. Zum Nordracher Gemeindegebiet gehören auch die Ortsteile Mühlstein und Schottenhöfen, die geographisch im Harmersbachtal liegen.

79 % der Gemarkungsfläche sind bewaldet, 17 % werden landwirtschaftlich genutzt, der Rest ist Siedlungs- und Verkehrsfläche.

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1139. Der hintere Teil des Tals gehörte ebenso wie der Mühlstein zum Kloster Gengenbach, während das übrige Gebiet der Reichsstadt Zell zugehörig war. Im Jahr 1803 wurde Nordrach von Zell abgetrennt und 1929 erfolgte die Vereinigung von Nordrach-Dorf und Kolonie zu Nordrach. Nordrach gehörte früher zum Landkreis Wolfach, mit dessen Auflösung kam der Ort 1973 zum Ortenaukreis. Im heute staatlich anerkannten Luftkurort Nordrach wurden bereits seit 1891 in mehreren Sanatorien Lungenkranke behandelt, da sich das Tal dazu bestens eignete. Nordrach hatte bis 1975 vier Tuberkulose-Kliniken.

Die Volksheilstätte in Nordrach-Kolonie gründeten 1884 der Sozialist und Arzt Otto Walther und seine Frau Hope Adams. Sie war die erste Frau, die im Kaiserreich eine Approbation als Ärztin erlangte. Bis zur Scheidung leiteten die beiden gemeinsam die Volksheilstätte, in der neben armen Bevölkerungsschichten auch Clara Zetkin und August Bebel als Patienten aufgenommen wurden.

Eine der weiteren Heilstätten war die orthodox-jüdische Rothschild-Klinik mit koscherer Küche und einer Synagoge. Ein kleiner jüdischer Friedhof existiert noch. Am 29. September 1942 wurde das Rothschild-Sanatorium aufgelöst und die letzten neun Angestellten und 18 Patientinnen deportiert. In welchem nationalsozialistischen Lager die Deportierten umgebracht wurden, lässt sich nicht sicher belegen. Die Ermordung in einem der drei deutschen Vernichtungslager im Generalgouvernement (Bełżec, Sobibór, Treblinka) gilt jedoch als wahrscheinlich.

Die Klinik wurde ab November 1942 bis April 1945 von der SS als Lebensbornheim Schwarzwald genutzt. Ab 1947 nutzte Frankreich im Rahmen eines Adoptionsprogramms die Klinik als Kinderheim für Besatzungskinder französischer Soldaten, deren deutsche Mütter das Kind bald nach der Geburt zur Adoption nach Frankreich freigegeben hatten.

Die Gemeinde ist römisch-katholisch geprägt. Die katholische Kirche im Ort ist dem Heiligen Ulrich geweiht. Die wenigen evangelischen Gläubigen werden von Zell am Harmersbach aus betreut. Seit der Dekanatsreform am 1. Januar 2008 gehört Nordrach und die