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Muggensturm - 76461 - Baden Württemberg

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Informationen über Muggensturm

Muggensturm ist eine Gemeinde im Landkreis Rastatt in Baden-Württemberg.

Muggensturm liegt in der Rheinebene am Fuße des Schwarzwaldes. Durch den Ort zieht sich die Grenze zwischen dem Hardtrücken im Nordwesten und der Kinzig-Murg-Rinne im Südosten. Zentral durch den Ort fließt der verdolte, über 27 km lange Federbach, in dessen Einzugsbereich der Federbachbruch, ein 43 ha großes Naturschutzgebiet (hiervon 22,8 ha Niedermoor) liegt. Am südöstlichen Rand des Ortes fließt der Neugraben.

Eine Exklave bildet das Gelände im Hirschgrund, das sich über die B 462 hinaus bis in das Rastatter Gewerbegebiet „Im Wöhr“ erstreckt.

Zu den benachbarten Orten zählen Ötigheim, Bietigheim, Malsch, Waldprechtsweier, Oberweier, Bischweier, Kuppenheim und Rastatt.

Zur Gemeinde Muggensturm gehören das Dorf Muggensturm und das Haus Ziegelhütte in der Steinhardt. Im Gemeindegebiet liegen die Wüstungen Eichelbach und Frierlinde.

Das ursprüngliche Muggensturm lag in einem Sumpfgebiet erhöht auf einer Hurst in der Kinzig-Murg-Rinne zwischen dem Federbach im Norden und dem Neugraben im Süden. Dieser strategische Vorteil begünstigte wohl die schnelle Entwicklung zur befestigten Stadt mit Burg. Der Ort wird 1193 erstmals in einer Urkunde von Papst Coelestin III. als Mugetstrum erwähnt und ist 1219 als ebersteinisches Dorf belegt. Der Wandel der Schreibung des Ortsnamens hin zu Muggensturm wie auch seine Herkunft ist nicht eindeutig geklärt, jedoch gibt es mehrere Theorien zum Ortsnamen. Eher an eine Heldensage erinnert die Geschichte, dass Angreifer in die Flucht geschlagen wurden, indem Bienenkörbe von der Stadtmauer geworfen wurden. Aber auch ein keltischer Ursprung des Namens kann in Betracht gezogen werden: keltisch mug = Schwein. Am plausibelsten ist aber die Erklärung mit der hohen Anzahl von Stechmücken (Dialekt: Mugge) im Federbachbruch. Der Oberrhein war lange Malariagebiet, und auch heute findet in diesem Gebiet noch eine Intensive Schnakenbekämpfung durch die KABS statt.

Von besonderer Bedeutung für die Ortsgeschichte ist eine Urkunde aus dem Jahre 1298, in der Graf Heinrich von Eberstein seinen Hof von Eichelbach nach Muggensturm verlegte. Er forderte das Kloster Herrenalb ebenfalls auf, seinen Hof in den Schutz der Burg Muggensturms zu verlegen, vermutlich nachdem das Geschlecht des Konrad von Eichelbach um 1285 endete.

Im 14. Jahrhundert wurde Muggensturm vermutlich dann zur Stadt ernannt (Eine Ernennungsurkunde ist jedoch nicht überliefert) und verfügte über eine Burg mit Stadtmauer und zwei Stadttoren (Oberes und unteres Tor). Die Stadtmauer verlief außerhalb der Kreuzstraße im Süden, der Hauptstraße im Westen, wo sich in den Burgwiesen die Ringmauer der abgegangenen Burg anschloss, der Lindenstraße im Norden, und der Kirchstraße im Osten. Aber schon 1387 verkaufte der stark verschuldete Graf Wolf von Eberstein die Burg und Stadt Muggensturm an den Markgrafen von Baden. Die Besitzverhältnisse zwischen den Badenern und den Ebersteinern wechselten ab 1403 durch Auseinandersetzungen mehrfach, bis 1660 mit dem Tod des Grafen Casimir von Eberstein das Geschlecht im Mannesstamm ausstarb.

Wurde Muggensturm in einer Beschreibung von Sebastian Münster im Jahr 1575 noch als Stettlin beschrieben, sprechen andere Quellen nur noch vom Flecken. Vermutlich war den Badenern eine zweite Stadt neben dem benachbarten Kuppenheim, das zu dem Zeitpunkt schon Oberamtsstadt der Markgrafschaft Baden-Baden war, zu viel.

Aufgrund der fast vollständigen Zerstörung Muggensturms durch bayrische Truppen im Dreißigjährigen Krieg lässt sich vermuten, dass eine Stadtbefestigung zu