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Meckenbeuren - 88074 - Baden Württemberg

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Informationen über Meckenbeuren

Meckenbeuren ist eine Gemeinde im Bodenseekreis in Baden-Württemberg. Mit über 13.500 Einwohnern ist Meckenbeuren die größte ländliche Gemeinde in Oberschwaben.

Meckenbeuren liegt etwa acht Kilometer nördlich von Friedrichshafen und zehn Kilometer südlich von Ravensburg im unteren Schussental im Bodensee-Hinterland.

Zur Gemeinde Meckenbeuren gehören neben dem Kernort der Ortsteil Obermeckenbeuren (seit 1810), die 1937 eingemeindeten ehemaligen Gemeinden und heutigen Ortsteile Brochenzell und Liebenau (mit den Weilern Brugg, Hegenberg, Hirschach, Knellesberg, Langentrog, Schwarzenbach, Senglingen und Weiler, den Höfen Berg, Buch, Furt, Hasenwinkel, Hohenreute, Holzbauer, Hungersberg, Kratzerach, Laufenen, Lohner, Madenreute, Mühlebach, Ottmarsreute, Rebholz, Regler, Reuter, Sandgrub, Stengele, Straß, Untertennenmoos und die Häuser Habacht) sowie die 1972 eingemeindete Ortschaft Kehlen (mit den Dörfern Kehlen und Reute, den Weilern Buch, Gerbertshaus, Gunzenhaus, Holzreute, Lochbrücke, Sammletshofen, Sassen, Schürten, Schuppenwies, Sibratshaus und Siglishofen, den Höfen Großbuch, Hechelfurt und Schindelhof sowie den Häusern Schübelbeer).

Die Gemeinde wurde als solche erstmals im Jahr 1496 urkundlich erwähnt, doch schon 879 verzeichnet ein Dokument des Klosters St. Gallen einen hier ansässigen Siedler namens Megi. Ob der Name Meckenbeuren auf diesen zurückgeführt werden kann, ist umstritten. Als gesichert kann jedoch das Datum 4. August 1278 für die erste urkundliche Erwähnung des Namens „Meckenburron“ betrachtet werden. Im Hauptstaatsarchiv Stuttgart befindet sich die entsprechende Urkunde. Diese ist ausgestellt von Papst Nikolaus III. und wurde vom damaligen Abt des Klosters Weingarten, Hermann von Bichtenweiler, in Rom erbeten, um die Besitzungen des Klosters abzusichern. Sicher handelt es sich bei „Meckenburron“ um das heutige Meckenbeuren. Wahrscheinlich ab 1094 gehörte das Gebiet zum Kloster Weingarten. 1530 wurde es für 3100 Gulden an den Grafen Haug von Montfort verkauft und damit Teil der Grafschaft Montfort.

1780 musste das verschuldete Haus Montfort seine Güter an die österreichischen Vorlande abtreten. Unter Napoleon fiel die Gemeinde 1806 an Bayern, das sie 1810 im entsprechenden Grenzvertrag an Württemberg abtrat. Bei der Umsetzung der neuen Verwaltungsgliederung wurde der Ort dem Oberamt Tettnang zugeordnet. Einen entscheidenden Wachstumsschub brachte der Gemeinde die Eisenbahn. Der Bahnhof an der Bahnstrecke Ulm–Friedrichshafen (Südbahn) im Jahr 1847 stellte den Anschluss an das noch junge Streckennetz der Württembergischen Staatsbahnen her. Das Volkslied „Auf de schwäbsche Eisebahne“ erwähnt im Refrain auch Meckenbeuren. Die inzwischen stillgelegte Bahnstrecke Meckenbeuren–Tettnang war 1895 die erste elektrisch betriebene Vollbahn Deutschlands.

Meckenbeuren, Oberteuringen, Brochenzell und Madenreute waren Schauplatz einer ganzen Reihe von NS-Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen. Unter Initiative des damaligen Bürgermeisters Bernhard Sporer und dem Ortsgruppenführer Paul Bruckmann wurden im August 1940 mehrere junge Frauen verhaftet. Ihnen wurde vorgeworfen, sich mit polnischen Zwangsarbeitern eingelassen zu haben. Die Frauen und die Zwangsarbeiter wurden inhaftiert. Drei Frauen wurden an den Bahnhof vor die versammelte Bürgerschaft getrieben, vom örtlichen Friseur geschoren und unter Schlägen zurück durch die Stadt geprügelt. Den jungen Polen Józef Musiał hat man kurz zuvor in Madenreute an aussichtsreichster Stelle vor allen Zwangsarbeitern und Schaulustigen aufgehängt. Die Exekution Musiałs reihte sich ein in eine ganze Reihe weiterer Exekutionen in Oberteuringen, Langenargen und Ruschweiler, welche Gestapochef Friedrich Mußgay aus Stuttgart mit den jeweiligen Bürgermeistern und Ortspolizeistationen organisierte. Alle Frauen wurden nach den Morden ins KZ Ravensbrück verbracht. Die grausame Tatgeschichte wurde bislang seitens der Gemeinden nicht veröffentlicht oder aufgearbeitet.

Bei der Kreisreform