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Grünkraut - 88287 - Baden Württemberg

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Informationen über Grünkraut

Grünkraut ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg mit 42 Weilern im Landkreis Ravensburg.

Die Gemeinde ist Sitz des Gemeindeverwaltungsverbands Gullen.

Grünkraut liegt in Oberschwaben, rund sechs Kilometer östlich der Kreisstadt Ravensburg und 170 m über der Schussenniederung.

Die Landschaft ist geprägt durch die offene, unbewaldete Grünkrauter Höhenplatte, die im Westen durch das Schussenbecken und im Süden durch das Rosenharzer Becken abgegrenzt wird. Am östlichen Rand der Höhenplatte schließt sich das Westallgäuer Hügelland an.

Bedeutende Feuchtbiotope auf der Markung Grünkraut sind die Naturschutzgebiete „Quellmoore bei Englisreute“ und „Wasenmoos bei Grünkraut“. Letzteres wird von zahlreichen Hangquellen gespeist und durch die Scherzach entwässert. Weitere Feuchtgebiete entlang der Berghügel am Nordrand der Höhenplatte sind bei Bechenried und Atzenweiler und die Biotope Buchwiesen und Stechenmoos. Insgesamt sind 90 geschützte Biotope nach dem Landesnaturschutzgesetz und Landeswaldgesetz auf der Gemarkungsfläche ausgewiesen.

Die Scherzach entspringt im Naturschutzgebiet Wasenmoos und fließt in Süd-Nord-Richtung durch das Gemeindegebiet. Zuerst durch Grünkraut, anschließend durch die Ortsteile Gullen und Ritteln.

Grünkraut befindet sich im Gebiet der Oberen Süßwassermolasse. Über dem anstehenden Gestein befindet sich eine Würm I-Moräne, eine Würm II-Moräne und Geröll.

  • Süd-Nord-Ausdehnung 6,5 km
  • Ost-West-Ausdehnung 4,5 km

Nachbargemeinden sind Bodnegg, Schlier, Waldburg und die Stadt Ravensburg.

Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort Grünkraut und 42 Weilern: Aichenblock, Am Ottersberg, Arneggen, Atzenweiler, Bechenried, Bommen, Dangrindeln, Emmelweiler, Englisreute, Friedach, Gommetsweiler, Groppach, Gruben, Gullen, Hintersolbach, Hoherhof, Hotterloch, Hübschenberg, Kenzler, Klessenbühl, Kronhalden, Langäcker, Liebenhofen, Loch, Lochmühle, Lungsee, Mayerhof, Menisreute, Meuschen, Meuschenmoos, Neuhaus, Ottershofen, Ritteln, Rößler, Schleiferhaus, Schregsberg, Sigmarshofen, Staig, Tannacker, Tobel, Wallenhaus, Weiherhalde.

Die Geschichte des Ortes Grünkraut geht zurück bis ins Jahr 1236, als der Ortsname „Gruonechrut“ erstmals erwähnt wurde. Wie der Ort zu diesem Namen kam oder was er bedeutet, ist nicht bekannt. Denkbar ist „Chrut“ in der Bedeutung von Greut = Rodung. Während dieser Zeit lag der Ort im Herzogtum Schwaben. Im Spätmittelalter waren die Grafen von Montfort am Ort begütert und verkauften ihren Besitz 1446 an das Ravensburger Ratsherrengeschlecht Humpis. Durch Verheiratung gelangte der Besitz an die Familie Gremlich, die ihn 1560 an das Kloster Weißenau vererbte.

Bis zur Säkularisation 1803, als die Klöster Weißenau und Weingarten aufgelöst wurden, gehörten diesen bis auf wenige Höfe fast alle dortigen Güter. Politisch gehörte Grünkraut zur vorderösterreichischen Landvogtei Schwaben. 1806 kam diese zum neugebildeten Königreich Württemberg, welches den Ort dem Oberamt Ravensburg zuordnete. Während der NS-Zeit in Württemberg fanden zwei Kreisreformen statt. Zunächst gab es 1934 lediglich eine Umbenennung des Oberamts in Kreis Ravensburg, bei dem sich Grünkraut von 1934 bis 1938 befand. Mit der größeren Kreisreform von 1938 kam Grünkraut zum erweiterten Landkreis Ravensburg. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort Teil der französischen Besatzungszone und erfuhr somit die Zuordnung zum neu gegründeten Land Württemberg-Hohenzollern, welches 1952 im Land Baden-Württemberg aufging.

Im Grünkrauter Weiler Gullen befindet sich die Verwaltung des 1972 gegründeten Gemeindeverwaltungsverbandes Gullen.

Ittenbeuren und Knollengraben wurden am 1. Februar 1973 nach Ravensburg umgemeindet.

In der Oberamtsbeschreibung von 1836 werden 44 Parzellen mit insgesamt 923 Einwohnern genannt. Die Einwohnerzahl stieg erst nach dem Zweiten Weltkrieg signifikant an und liegt jetzt bei knapp über 3.000, obwohl ein bevölkerungsmäßig wichtiger Teil des ehemaligen Gemeindegebietes verloren ging.

Grünkraut ist wie das gesamte Umland römisch-katholisch geprägt.