Wappen von Amtzell

Amtzell - 88279 - Baden Württemberg

Rufen Sie uns an!
Logo

Schlüsseldienst

Ihr erfahrener Schlüsseldienst-Profi für schnelle und günstige Türöffnung in Amtzell

Logo

Seit 1994

Wir helfen mit unserem Können seit 1994.

Logo

Deutschlandweite Abdeckung

Wir sind in kürzester Zeit bei Ihnen, rufen Sie einfach unter der kostenlosen Hotline an und lassen Sie sich von unseren Mitarbeitern helfen!

Informationen über Amtzell

Amtzell ist eine Gemeinde mit 124 Einzelgehöften und Weilern in Oberschwaben und gilt als „Westliches Tor zum Allgäu“. In einer Beschreibung des Oberamts Wangen aus 1841 wird ausgeführt, dass die Gemeinde (damals noch Pfärrich) „die parzellirteste des ganzen Königreichs“ sei.

Mit der Stadt Wangen im Allgäu und der Gemeinde Achberg besteht eine Verwaltungsgemeinschaft.

Amtzell liegt etwa auf halber Strecke zwischen den Städten Ravensburg und Wangen im Allgäu an der Bundesstraße 32. Es liegt in einer typischen Moränenlandschaft des Voralpengebietes. Bei guten Wetterverhältnissen ist das Panorama der Schweizer und Vorarlberger Alpenketten hervorragend sichtbar. In den niedriger gelegenen Teilen des Gemeindegebietes wird auch Hopfen angebaut.

Nachbargemeinden sind Bodnegg, Neukirch, Vogt, Waldburg und die Stadt Wangen im Allgäu.

Innerhalb des Gemeindegebiets sind drei Naturschutzgebiete (Ebersberger Weiher, Herzogenweiher, Krottental-Karbach) sowie zwei Landschaftsschutzgebiete (Karbachtal, Jungmoränenlandschaft zwischen Amtzell und Vogt) ausgewiesen. (Stand: 1. April 2010)

Es wurde noch bis vor kurzem vermutet, dass Amtzell eine Gründung des Klosters St. Gallen sei, worauf der Namensteil -zell (abgeleitet von cella) hindeute. Mundartlich werden die Einwohner häufig Zeller genannt. Lehnsgüter dieses Klosters in Pfärrich, Karbach und Schattbuch untermauerten die These. Der Ortsteil Karbach wurde zum Beispiel in einer Urkunde des Klosters St. Gallen 853 erstmals erwähnt. Neuere Forschungen stellen die sankt-gallische Abkunft in Frage. Erstmals 1275 wurde in einer Urkunde des Bistums Konstanz eine ecclesia in Annencelle erwähnt.

1257 schenkte Heinrich von Ravensburg den Ort dem Kloster Weißenau. 1360 wurden das Gericht und die Vogtrechte erworben. Danach ging er in den Besitz derer von Hartnang über. 1594 herrschten die Humpis von Waltrams, 1670 die Herren von Altmannshausen und ab 1749 die von Reichlin-Meldeggs über den Ort Amtzell. Die Parzellen des jetzigen Gemeindegebietes gehörten vielen Herrschaften, darunter dem Kloster Weingarten, dem Kloster Weißenau, der Deutschordenskommende Altshausen, den Truchsessen von Waldburg und einige zu Vorderösterreich. 1806 kam Amtzell zum Königreich Württemberg und wurde als eigene Gemeinde dem Oberamt Altdorf zugeordnet, jedoch bereits 1810 wegen Auflösung dieses Oberamtes dem Oberamt Wangen zugeschlagen. 1826 erfolgte die Eingemeindung nach Pfärrich. Die Gemeindeverwaltung zog 1844 in das ehemalige Schloss in Amtzell, was dazu führte, dass sich der Gemeindename ebenfalls zu Amtzell wandelte, was wiederum jahrzehntelange Animositäten nach sich zog. 1938 wurden der Gemeinde während der NS-Zeit in Württemberg mehrere zur damals aufgelösten Gemeinde Eggenreute gehörende Enklaven zugeordnet. Bei der im selben Jahr durchgeführten Kreisreform gelangte Amtzell vom alten Oberamt, das schon seit 1934 „Kreis Wangen“ hieß, zum Landkreis Wangen, der von 1938 bis 1973 bestand.

Der Zweite Weltkrieg forderte viele Opfer unter den eingezogenen Soldaten (107 gefallen, 53 vermisst), jedoch kaum unter Zivilisten. Am 19. Juli 1944 stürzte ein führerloses, vermutlich bei der Bombardierung von Friedrichshafen abgeschossenes Flugzeug der Alliierten auf den Hof Stahrenberg. Vier Personen kamen dabei ums Leben. Beim Vorrücken französischer Soldaten auf Wangen wurde am 29. April 1945 in Geiselharz Widerstand geleistet, was die Beschießung und Einäscherung der Siedlung zur Folge hatte.
Siehe auch Ruine Pfaffenweiler.

1945 wurde Amtzell Teil der Französischen Besatzungszone und kam somit zum neu gegründeten Land Württemberg-Hohenzollern, welches 1952 im Land Baden-Württemberg aufging.

Bei der Verwaltungsreform 1973 wurde das Thema der Ex- und Enklaven endgültig behoben.