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Achberg - 88147 - Baden Württemberg

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Informationen über Achberg

Die Gemeinde Achberg liegt im Argental an der baden-württembergisch-bayerischen Grenze im Süden des Landkreises Ravensburg. Der Gemeindename geht auf das Schloss Achberg zurück. Mit der Stadt Wangen im Allgäu und der Gemeinde Amtzell besteht eine Verwaltungsgemeinschaft.

Die Gemeinde Achberg besteht aus den Pfarrdörfern Esseratsweiler und Siberatsweiler sowie den Weilern Doberatsweiler, Pechtensweiler, Gunderatweiler, Liebenweiler, Baind, Bahlings, Isigatweiler, Regnitz und Duznau. Dazu kommen die Wohnplätze Buflings, Englitz, Siggenreute, Storeute, Frauenreute und Rankenbühl. Ein weiterer Wohnplatz ist Achberg, bestehend aus dem Schloss mit Amtshaus und Domäne.

Esseratsweiler und Siberatsweiler und die zu ihnen gehörenden Gebiete gehören als ehemalige Teile Hohenzollerns kirchenrechtlich zum Erzbistum Freiburg, werden aber seit 2007 seelsorgerisch vom Bistum Rottenburg-Stuttgart betreut.

Innerhalb des Achberger Gemeindegebiets sind derzeit die drei Naturschutzgebiete „Argen“, „Hermannsberger Weiher“ und „Regnitzer Weiher“ sowie die Landschaftsschutzgebiete „Achberg“ und „Moor- und Hügelland südlich Wangen im Allgäu“, das FFH-Gebiet „Argen und Feuchtgebiete bei Neukirch und Langnau“ sowie acht flächenhafte Naturdenkmale ausgewiesen (Stand: 21. September 2023).

Als erster Ortsteil wird Pechtensweiler 839 urkundlich erwähnt. Achberg wird erstmals 1194 in Urkunden genannt. Die Herren von Achberg waren 1197 und 1239 Vasallen der Grafen von Veringen. Den Herren von Achberg folgten die Truchsessen von Waldburg (1235–1335) und die Herren von Molpertshaus (1335–1352). Ab 1352 war die Herrschaft österreichisches Lehen, 1366–1392 war der Ort im Besitz der Familie Öder. 1412 folgten die Grafen von Königsegg, 1530 die Freiherren von Syrgenstein. 1691 wurde Achberg von Josef Franz Ferdinand von Syrgenstein an den Deutschen Orden verkauft. Bis 1805 unterstand es der Landkomturei Altshausen der Deutschordensballei Schwaben-Elsass-Burgund.

Im Zuge der Säkularisation nahm Bayern im Dezember 1805 die Herrschaft Achberg in Besitz, aber durch den Rheinbundvertrag 1806 wurden Schloss und Herrschaft dem Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen als Exklave zugesprochen. Als das Fürstentum 1850 an das Königreich Preußen fiel, wurde Achberg als südlichster Teil der Hohenzollernschen Lande somit zum südlichsten Teil von Preußen. Im Deutschen Krieg wurde Achberg 1866 kurzzeitig von bayerischen Truppen besetzt. Von 1806 bis 1854 war das Obervogteiamt Achberg, deckungsgleich mit dem Gemeindegebiet, ein eigenes hohenzollerisches Oberamt. Es gehörte anschließend zum Oberamt Sigmaringen, aus dem 1925 der alte – in der damaligen Form bis Ende 1972 existente – Landkreis Sigmaringen wurde. Im Jahre 1945 lag Achberg in der Französischen Besatzungszone und gelangte somit zum Nachkriegsland Württemberg-Hohenzollern, welches 1952 im Bundesland Baden-Württemberg aufging. Am 1. Januar 1969 wurde Achberg zunächst dem vormals württembergischen Landkreis Wangen zugesprochen und kam mit diesem am 1. Januar 1973 im Zuge der Kreis- und Gemeindereform zum neu umrissenen Landkreis Ravensburg.

Achberg ist traditionell katholisch geprägt. Erste christliche Strukturen entstanden mit der Gründung des Bistums Konstanz um das Jahr 585. Die zur einst hohenzollernschen Exklave Achberg gehörenden beiden römisch-katholischen Kirchengemeinden St. Michael in Esseratsweiler und St. Georg in Siberatsweiler wurden im Jahre 2017 zusammengelegt zur Gemeinde St. Michael und St. Georg. Die Gemeinde St. Michael und St. Georg in Achberg gehört zwar de jure weiterhin zum Dekanat Sigmaringen-Meßkirch und somit zum Erzbistum Freiburg, ist aber inzwischen de facto Teil der Seelsorgeeinheit 15 An der Argen im Dekanat Allgäu-Oberschwaben.

  • 1997–2021: Johannes Aschauer (parteilos)
  • seit 2021: Tobias Walch (parteilos)

Die Gemeinderatswahl vom 26. Mai 2019 brachte folgendes